SEO Strategie für interne Links + Definition, einfach erklärt

Interne Links sind Verlinkungen zwischen zwei Seiten derselben Domain. Dadurch unterscheiden sie sich von externen Links, bei denen es sich um Verlinkungen handelt, die auf fremde Domains verweisen.

Warum sind interne Links ein Rankingfaktor?

Anders als Backlinks können interne Links selbst vom Webmaster gesetzt werden.

Warum sind sie dennoch ein wichtiger Rankingfaktor?

Interne Links helfen bei der Strukturierung der Webseite: Durch eine übersichtliche interne Verlinkung können sich Besucher leichter auf der Seite zurechtfinden. Auch Google sieht dank der internen Verlinkungen, welche Seiten thematisch zusammengehören und welche Themen auf der Seite wichtig sind (das sind diejenigen, auf die oft intern verlinkt wird).

Die Optimierung deiner internen Links ist ein sehr einfacher Weg, um das Ranking von Seiten auf deiner Domain zu verbessern.

Im Folgenden zeige ich dir deswegen 6 Dinge, die du beim Setzen von internen Verlinkungen beachten musst.

1) Strukturiere deine Website

Interne Links helfen bei der Strukturierung deiner Website. Egal ob Blog oder Onlineshop: Ähnliche Seiten sollten aufeinander verweisen.

Viele Suchmaschinenoptimierter setzen deshalb auf die Silo-Strategie. Hier verlinken sich Seiten einer Kategorie untereinander:

  • Bei einem Onlineshop wären das beispielsweise alle Produkte aus einer Kategorie
  • Bei einem Blog, alle Blogartikel aus einer Kategorie.

Des Weiteren wird empfohlen, eine Übersichtsseite aufzubauen, die auf alle Unterseiten der jeweiligen Kategorie verlinkt. Gleichzeitig wird von allen Unterseiten auf diese Übersichtsseite verlinkt.

Dadurch wird der “Linkjuice” von thematisch ähnlichen Seiten optimal aufeinander aufgeteilt.

So mancher Optimierer ist der Meinung, dass zwischen den Silos keinesfalls verlinkt werden darf. In Wahrheit darfst du natürlich etwas flexibler sein: Wenn es sich thematisch anbietet, darfst du durchaus einen Link zwischen zwei oder mehreren Silos setzen.

3) Schreibe sprechende Ankertexte

Die Ankertexte von internen Links sollten nicht aus Füllwörter, Stoppwörtern (Wörtern ohne Informationsgehalt) bestehen. Beispiele von Wörtern, die du vermeiden solltest, sind:

  • hier
  • und
  • weil
  • der
  • solche
  • als
  • Beitrag
  • Blogartikel
  • usw.

Baue stattdessen Keywords in den Ankertext ein, damit klar ist, wohin der Link führt.

Selbstverständlich solltest du kein Keyword-Stuffing betreiben. Verwende außerdem nicht immer denselben Ankertext für die gleiche Seite.

3) Setze die Links am Anfang deines Beitrags

Interne Links scheinen am Anfang einer Seite eine größere Auswirkung auf das Ranking zu haben, als Verlinkungen im hinteren Teil des Contents. Das ist ganz logisch, weil Links am Ende seltener gesehen werden als Links am Anfang einer Webseite.

Das soll nicht bedeuten, dass du unter keinen Umständen einen internen Link am Ende einer Seite setzen darfst. Wenn du ihn jedoch setzt, um eine spezifische Seite zu pushen, suche dir eine Stelle am Anfang der Seite heraus.

4) Finde Orphan-Pages

Orphan Pages (auf deutsch verwaiste Seiten) sind Seiten deiner Domain, auf die keine oder nur sehr wenige interne Links verweisen.

Das können zum Beispiel alte Blogbeiträge sein, die (wenn überhaupt) nur über die Blog-Navigation gefunden werden können. Ein Besucher deiner Seite müsste also dutzende Male klicken, um diese Seite zu finden (sofern nicht die Suchfunktion verwendet wird).

Für Google ist das ein Signal, dass diese Seite nicht wichtig ist. Daher ranken Orphan Pages schlecht oder überhaupt nicht, wenn sie beispielsweise vom Google-Crawler nicht gefunden werden.

Wenn du einen Blog betreibst, suche deshalb aktiv nach deinen alten Beiträgen (die aktuelle Themen behandeln) und verlinke von deinen neuen Beiträgen auf sie.

Auch Betreiber von Onlineshops müssen darauf achten, dass ihre älteren Produkte genügend frische Verlinkungen bekommen.

5) Nutze die Kraft deiner Startseite (oder deiner stärksten Seite)

Identifiziere mithilfe eines Tools wie Ahref die stärkste Seite auf deiner Domain. Fast immer handelt es sich dabei um die Startseite. Von dieser Seite solltest du strategisch die internen Links auf Seiten verteilen, die du im Google Ranking weiter oben sehen willst.

Auch neue Seiten – beispielsweise Blogbeiträge oder Produkte – sollten von der Startseite verlinkt werden.

6) Setze nicht zu viele interne Links

Je mehr interne Links es auf einer Seite gibt, desto weniger Link Juice (Begriff für alle Eigenschaften, die mit einem Link von einer Domain zu einer anderen übertragen werden) geben die Links weiter.

Je mehr interne Links es gibt, desto geringer ist ihre Auswirkung auf das Ranking. Anders als oft behauptet, gibt es leider keine “perfekte” Anzahl an internen Links.

Viele Leute suchen nach einer exakten Formel nach der sie ihre Blogbeiträge oder Produktbeschreibungen schreiben können: Die Wahrheit ist, dass die interne Verlinkung fast immer kontextabhängig ist.

Wie viele interne Links du pro Seite setzen solltest, hängt davon ab, wie viele sinnvolle Verlinkungen existieren. In manchen Fällen 10, in seltenen Fällen sogar 1000. Zerbreche dir – bezüglich der Anzahl der internen Links pro Seite – nicht den Kopf, sondern achte darauf, dass deine internen Links Sinn ergeben.

Frage dich immer: Hat diese Verlinkung einen Mehrwert für meine Leser?

Ja? Dann zögere nicht und setze den Link.

Bonustipp – Wikipedia

Wikipedia ist das beste Beispiel für eine Webseite, die interne Verlinkungen perfekt umsetzt. Wenn du noch immer nicht weißt, wie die interne Verlinkung deiner Webseite aussehen sollte. Besuche Wikipedia und schaue dir an, wie die größte Enzyklopädie der Welt, die interne Verlinkung umsetzt.

 

 

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