9 Tipps – Kostenlose SEO-Optimierung und Tools für Kleinunternehmer

So manche SEO-Tools verlangen schon für die Minimalversion 100 € im Monat (oder noch mehr). Für viele kleine Unternehmen oder Startups eine Summe, die nur ungern ausgegeben wird, gerade in Zeiten einer kränkelnden Wirtschaft

Eine Frage, die mir deswegen oft gestellt wird, lautet: Kann ich gutes SEO auch ohne Budget machen? Gibt es SEO-Tools, mit denen ich meine Website optimieren kann, ohne mein Bankkonto zu belasten?

SEO muss nicht teuer sein…

Ja du kannst: Viele SEO-Experten setzen sogar nur auf kostenlose Tools. Denn gutes SEO hat nichts mit dem Preis der verwendeten Tools zu tun.

In meinem Leben als Entrepreneur habe ich schon viele Projekte mit wenig oder in  einigen Fällen sogar ohne Budget gestartet. Oft konnte ich mir keine teuren Tools oder externe Berater leisten. Dadurch lernte ich jedoch sehr viele Suchmaschinenoptimierungs-Tricks, sodass ich diese Skill heute als Dienstleistung anbieten kann.

Ich will dir deshalb in diesem Artikel heute zeigen, auf welche SEO-Tools und Plugins du zurückgreifen kannst, ohne dass du dabei deine knappen Finanzen belasten musst.

1) SEO-Tools um deine Nische zu definieren

Dieser Punkt umfasst die Recherche der Nische sowie die Konkurrenzanalyse. Wenn du ein knappes Budget hast, ist es immer ratsam, keine zu umkämpfte Nische zu wählen. Wenn du eine Dienstleistung anbietest und sich viele Konkurrenten im Markt tummeln, versuche dein Branding noch spezifischer zu machen. Finde deine kleine Nische, sodass du dich am Ende des Tages von all deinen Konkurrenten abheben kannst.

So schaffst du ein unverwechselbares Branding!

In der Online-Marketing-Welt kenne ich zum Beispiel einen Berater, der Optimierungen nur für Woocommerce Online-Shops anbietet.

Online-Marketing für Online-Shops ist schon eine Nische. Doch da er sich jetzt noch auf Woocommerce fokussiert, konnte er innerhalb kurzer Zeit zum unangefochtenen Experten für genau diese kleine Nische werden.

Für das Finden von Nischen empfehle ich:

Um die Trendentwicklung einer Nische zu überprüfen:

2) SEO-Tools für Keywordrecherche und Keywordoptimierung

Du hast deine Nische gefunden? Super! Jetzt musst du nur noch herausfinden, was genau die Leute in deiner Nische wirklich suchen. Unterschätze diesen Schritt nicht, weil oft sieht der Suchverlauf deiner potenziellen Kunden ganz anders aus als dein eigener Suchverlauf als Nischen-Experte.

Verwende dazu kostenlose Tools wie Ubersuggest (inzwischen leider nur noch wenige kostenlose Suchen pro Tag, oder den Keyword-Planner von Google).

Die Google Search Console kannst du dafür verwenden, um deine aktuellen Keyword-Rankings zu überprüfen.

Wichtig!
 

Achte nicht nur auf das Suchvolumen der Keywords, sondern auch auf die Suchintention deiner potenziellen Kunden.

Der Suchbegriff “Webdesign selber machen” hätte beispielsweise viele Suchen pro Monat, ist für eine Webdesign-Agentur jedoch wertlos, weil die User hier eher ein Tutorial suchen und keinen Webdesign-Dienstleister.

3) SEO-Content-Optimierung

Im Grunde will Google will die besten Ergebnisse für das jeweilige Suchwort ganz vorne anzeigen. Schau dir deshalb die Konkurrenten in den Suchergebnissen gut an und überlege dir, was du besser machen kannst.

Gibt es Content-Lücken, machen sie falsche Aussagen, oder Aussagen denen du widersprechen könntest?

Kopiere nicht einfach den Content der Konkurrenz. Das machen sowieso alle anderen SEO-Agenturen und ist leider der Grund, warum sich so viele Ergebnisse auf Google ähneln: Alle schreiben voneinander ab und niemand ist mehr originell.

Textlänge:

Im Netz schwirrt seit ein paar Jahren das Gerücht herum, dass du für einen SEO-Text knapp 2000 Wörter schreiben musst, damit du auf Platz 1 landest.

Dieser Tipp führte dazu, dass seit einigen Jahren alle Suchmaschinenoptimierer auf ihren Blogs 2000 Wörter lange Texte schreiben.

Das ist eine sehr mühsame Praxis, vorallem wenn du nur eine Frage beantwortet haben willst und jedesmal minutenlang herumscrollen musst, um die Antwort zu finden.

Das Problem ist, dass so lange Texte oft gar nicht nötig sind.

Wenn wir uns beispielsweise den Begriff “Entrepreneurship” auf Google ansehen (Stand 9.11.2020) sehen wir, dass die Nr. 2  zwar wirklich einen 2412 Wörter langen Blogartikel ins Rennen geschickt hat. Auf Platz 1 dominiert hingegen ein Beitrag mit nur 352 Wörtern.

Das Ranking hängt nicht nur von der Länge ab.

Google will, dass der Content die Suchintention erfüllst. Wenn die Leute nach einer kurzen prägnanten Definition suchen, solltest du Ihnen diese Definition auch kurz und prägnant liefern.

Kurze und bündige Texte sind immer besser als lange und aufgeblähte. Auch weil das die Lesbarkeit erhöht.

Diese überprüfst du übrigens mit dem Textanalysetool von Wortliga :

22 weitere Tipps zum Thema “SEO-Texte schreiben” findest du außerdem in meinem Blogbeitrag: 

Gute SEO Texte schreiben (22 Tipps + Anleitung)

4) Optimierung der User-Experience

Die besten SEO-Ergebnisse erbringen Websites, auf denen sich die User wohlfühlen. Das ist relativ leicht zu erreichen, wenn du drei grundlegenden Regeln des Webdesigns beachtest:

  • Gut lesbarer Text
  • Schnell ladender Content
  • Übersichtliche Navigation

Vermeide hingegen alle Design-Spielereien die in der Webdesigne-Welt gerade angesagt sind, dem User aber keinen Nutzen bringen (außer das sie schön aussehen).

Die meisten Webdesigner haben keine Ahnung von SEO (das gilt auch umgekehrt).

Um zu erfahren, wie User auf deiner Website interagieren, analysiere die Daten mit Google Analytics und verwende ein Heatmap-Tool wie Hotjar. Dieses ist kostenpflichtig, bietet neuen Nutzern aber eine gratis Testversion an.

Hotjar

5) Tools für das Finden von Fehlern auf deiner Website

Eine 100 % fehlerfreie Website gibt es nicht. Dennoch sollten alle leicht vermeidbaren Fehler – so gut es möglich ist – vermieden werden!

Dazu zählen Rechtschreibfehler, Formatierungsfehler, Broken Links und nicht ladende Medien.

Lektoriere deshalb jeden Text zweimal, überprüfe deine Website auf verschiedenen Geräten und überwache deine Links mit Tools oder Plugins wie dem “Broken Link Checker” für WordPress.

Rechtschreibfehler kannst du kinderleicht mit der Browsererweiterung ” Language Tool” finden und beseitigen.

6) SEO-Tools für das Schreiben einer überzeugenden Meta-Beschreibung

Die Meta-Beschreibung eines Beitrags ist der Auszug, der in den Suchergebnissen von Google zu lesen ist. Inzwischen wurde von Google bestätigt, dass die Meta-Beschreibung keine direkte Auswirkung auf das Ranking einer Website hat.

Es ist deswegen sinnlos, die Meta-Beschreibung mit Keywords vollzustopfen. Stattdessen solltest du dafür einen Text schreiben, der die User zum Anklicken anregt. Dadurch erhöhst du die Klickrate auf deine Website.

Wenn du WordPress verwendest kannst du die Meta-Beschreibung mit kostenlosen Plugins wie Yoast oder Rank Math einfügen.

7) Tools für interne Links

Viele SEO-Experten setzen auf die Silo-Strategie. Dabei wird versucht thematisch ähnliche Beiträge auf einer Website miteinander zu verlinken. Dadurch wird es für Besucher und für die Suchmaschine leichter, relevante Inhalte zu finden.

Insbesondere bei sehr großen Websites mit tausenden Beiträgen ist es daher sehr sinnvoll, auf die Silo-Strategie zurückzugreifen.

Ich denke jedoch, dass es nicht nötig ist, beim Siloaufbau zu streng vorzugehen und nie zwischen den Silos zu verlinken. Wenn es thematisch passt, kannst du durchaus aus einem Beitrag des Silos A auf einen anderen Beitrag des Silos B oder C verlinken. Passe nur auf, dass der interne Link thematisch Sinn ergibt.

Wichtig ist außerdem, 1) dass alle deine Beiträge intern von anderen Beiträgen verlinkt werden und 2) dass du auf ältere Beiträge immer wieder mit neuen internen Links fütterst.

Wenn deine Website klein ist (weniger als hundert Beiträge), kannst du die internen Links leicht mit einem Excel-Sheet planen. Webmaster von größeren Seiten sollten an diese Aufgabe mit einem Tool herangehen.

Kostenlos ist beispielsweise das Linkchecker Tool von strato.de.

8) Tools für die Bilderoptimierung

Gute Bilder machen deine Website lebendiger und erhöhen die User Experience. Sie sind für den Erfolg deiner Website mitverantwortlich.

Auf die Bildoptimierung wird dabei oft vergessen, dabei herrscht hier besonders viel Optimierungspotenzial.

Die Bildoptimierung ist besonders wichtig für die

  • Barrierefreiheit deiner Website

und für

  • Page-Speed (siehe nächster Punkt)

Barrierefreiheit:

Lade deine Bilder nie hoch, ohne den Dateinamen umbenannt zu haben: Der Name sollte idealerweise angeben, was auf einen Bild zu sehen ist.

Anstatt zum Beispiel ein Bild vom Eiffelturm 8721733.jpg zu nennen, benenne die Datei lieber in Eiffelturm um.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Alt-Text:

alt=”Eiffelturm in Paris”

Dieser hat eigentlich die Aufgabe, blinden Personen zu zeigen, was auf dem Bild abgebildet ist (ihnen wird der Text vorgelesen).

Auch Suchmaschinen wie Google benötigen den Alt-Text damit sie Bilder richtig einordnen können.

Page-Speed:

Um die Ladezeit deiner Website zu beschleunigen, optimiere immer die Größe der Bilder. Wenn du beispielsweise ein Bild auf deiner Website nur in der Größe von 300 px anzeigst, ist es sinnlos das Bild in der größten Auflösung zu laden.

Auch die Lazy-Load-Funktion ist nützlich. Sie sorgt dafür, dass Bilder außerhalb des User-Blickfeldes erst geladen werden, wenn sie in die Nähe des Blickfeld kommen.

Doch egal wie gut du deine Bilder optimierst, am Ende des Tages erhöhen sie immer die Ladezeit…

Stelle deswegen sicher, dass du Bilder nicht bloß als “Füller” verwendest.

Jedes Bild soll einen Zweck haben, deinem Beitrag mehr Kontext geben und komplexe Themen leichter verständlicher machen.

Frage dich deswegen immer: Ist dieses Bild wirklich nötig?

Auf viele Bilder auf deiner Website kannst du vermutlich verzichten. Bilder einfach nicht zu verwenden, ist die leichteste Page-Speed-Optimierung die du durchführen kannst.

Das führt uns zu Punkt 9…

9)Tools für die Geschwindigkeits-Optimierung deiner Website

Page Speed ist einer der wichtigsten Optimierungsfaktoren. Es ist übrigens nicht ganz richtig, dass Page-Speed ein Rankingfaktor von Google ist. Google betrachtet Page-Speed indirekt:

Ladet eine Website die Inhalte nur langsam, klicken viele User wieder weg. Jede zusätzliche Sekunde an Ladezeit, hat große Auswirkungen auf die User-Experience. Google misst die Absprungrate einer Website und berücksichtigt den Page Speed so indirekt durch das User-Verhalten.

Netterweise stellt uns Google ein großartiges Tool zur Verfügung, um die Geschwindigkeit unserer Websites zu optimieren. Gehe einfach auf developers.google.com/speed/pagespeed, gib deinen URL-Namen ein und arbeite die empfohlenen Verbesserungsmöglichkeiten ab, bis du eine Punktezahl im grünen Bereich erreicht hast.

Eine hohe Punktezahl bedeutet übrigens noch keine schnelle Ladezeit. Diese misst du am besten mit dem folgenden Tool:

tools.pingdom.com

Fazit: SEO muss nicht teuer sein

Wenn du die hier genannten 9 Tipps befolgst, wirst du schon bald eine starke Verbesserung deiner Rankings bemerken. Sicherlich gibt es noch viele weitere Verbesserungsmöglichkeiten.

Habe ich irgendetwas vergessen, was wichtig ist? Dann schreib mir diesen Tipp in die Kommentare.

Bis nächste Woche,

Dein Philipp

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