Wie Momentum für dein Business aufbauen?

  • Tesla: Momentum trotz Krise
  • Bitcoin: Der Kurs kämpft um sein Momentum
  • Stefanos Tsitsipas – Titelverteidiger mit wenig Momentum

Drei Schlagzeilen aus der Business- und Sportwelt, die den Begriff Momentum verwenden. Aber was genau ist mit Momentum gemeint, und wie bauen wir Momentum auf?

Ursprünglich aus der Physik, besagt der Begriff Momentum, dass ein Körper in Bewegung ist (auf Deutsch wird Momentum eigentlich Impuls genannt).

Einfach erklärt: Stelle dir vor, Usain Bolt würde auf dich zulaufen.

Wenn Bolt zu Beginn direkt vor dir steht, kannst du ihn mit relativ wenig Kraft festhalten und verhindern, dass er startet.

Sobald Bolt jedoch seine 40 km/h Betriebsgeschwindigkeit erreicht hat, würde er dich ziemlich sicher einfach überrennen (sofern du auf seiner Laufbahn stehst und nicht rechtzeitig zur Seite springst).

Der Impuls ist umso größer, je schneller sich ein Körper bewegt und je massereicher er ist. Je kleiner der Impuls, desto leichter lässt sich der Körper abbremsen. Je größer der Impuls, desto eher wirst du von diesem Körper überrollt.

Dieses physikalische Prinzip lässt sich auf die Mehrheit der Situationen von Mensch und Wirtschaft übertragen: Auf Verkäufer, Unternehmer, Anwälte, Schauspieler, Sportler, Fußballvereine, Kryptowährungen, Politiker und viele mehr.

Wenn ein Mensch Momentum hat, ist der Erfolg im Rollen. Es scheint als würde alles zu Gold, was er oder sie berührt. Ebenso ist eine Firma mit Momentum auf Erfolgskurs: Vor einigen Jahren zeigte dies Apple, und derzeit ist Tesla ein Unternehmen mit Momentum.

Ganz anders sieht es aus, wenn du kein Momentum hast. Meist fehlt dieses am Beginn deiner Bemühungen, wenn du noch keine Kunden, Klienten, Netzwerke oder sonstige Verbindungen hast, von denen du profitieren könntest.

Hier ist die Anfangsbeschleunigung beschwerlich. Die ersten Kunden zu überzeugen erscheint als eine Sache der Unmöglichkeit. Keiner empfiehlt dich weiter, niemand gibt dir Referenzen, und die Klienten kommen nicht auf dich zu. Egal was für ein Projekt du umsetzen willst: Du musst erst mühsam “Klinken putzen” und wirst die meiste Zeit von potenziellen Klienten abgewiesen.

Wie überhaupt Momentum aufbauen?

Der erste Schritt um Momentum aufzubauen ist Fokus. Fokus bewirkt, dass du deine Kraft bündelst und dir ein Ziel suchst, dass dir die Richtung weist. Du orientierst dich also dahin, wo und bei wem du Erfolg haben willst. Erinnere dich: Eine Glühlampe, die in alle Richtungen leuchtet, kann keine Wände durchdringen. Bündelst du jedoch das Licht, hast du einen Laser, mit dem du sogar Stahl durchschneiden könntest.

Für Menschen mit vielen Interessen ist die Fokussierung oft ein schwieriger Teil. Ich weiß, wovon ich rede – bin ich doch selbst eine Person, die gerne auf allen Hochzeiten tanzen würde! Doch erst, wenn du Momentum hast und Dinge “im Rollen” sind kannst du es dir leisten, deine Kraft zu verteilen.

Habe Vertrauen: Dein Momentum baut sich auf.

Langsam und oft unbemerkt, zahlt sich das Klinken putzen mit der Zeit bei deinen Kontakten aus, du nimmst Schwung auf und baust Momentum auf. Plötzlich wirst du weiterempfohlen, du gehst viral und unverhofft will jeder mit dir zusammenarbeiten (auch deine Traumklienten). Denn wenn Leute sehen, dass du Momentum hast, wollen sie Teil dieses Momentums werden.

Erfolg zieht Erfolg an.

Hast du diese Phase schon erreicht? Dann herzlichen Glückwunsch: Du bist an dem Punkt angekommen, von dem viele nur träumen.

Genieße es, denn nun wird alles, was du anfasst, zu Gold. Für einige Zeit zumindest…

Hält Momentum ewig an?

Ein Objekt, auf das von außen keine Kräfte wirken, behält sein Momentum bei. In der Praxis gibt es jedoch Reibungskräfte, die es wieder abbremsen. Genauso ist es in der Businesswelt. Hier sind die Reibungskräfte deine Konkurrenten, neue Technologien, unzufriedene Kunden oder der eigene Müßiggang.

Wenn du Momentum hast, kannst du es dir leisten, etwas weniger Aufwand aufzuwenden, denn die meiste Kraft kostet der Start. Doch du darfst keinesfalls den Fokus verlieren und aufhören, Energie aufzuwenden, wenn du oben bleiben willst.

Sonst würdest du wie ein Flugzeug ohne Triebwerk langsam, aber stetig wieder zu Boden gleiten.

Wenn du an der Spitze deines Erfolgs bist, setze dir das Ziel, weiter zu wachsen: Stelle dich neuen Herausforderungen, bleibe in Aktion und pflege deine Neugier.

Oder wie Steve Jobs sagen würde: “Stay hungry, stay folish“.

>