Welche Arten von SEO-Keywords gibt es?

Keywords sind die Begriffe, die von Usern in die Suchmaske einer Suchmaschine eingegeben werden. Es gibt eine Vielzahl an Suchmaschinen, doch im deutschsprachigen Raum ist Google mit einer Reichweite von 90% der quasi-Monopolist. Wenn wir von Suchmaschinenoptimierung sprechen, sprechen wir hierzulande deshalb fast immer von Google-Optimierung!

Bevor wir uns ansehen, welche Suchbegriffe es gibt, schauen wir uns deshalb an, wie Google überhaupt funktioniert:

Wie funktioniert Google?

Google ist eine vollautomatische Suchmaschine, die eine sogenannte Web-Crawler-Software verwendet. Diese durchsucht das Web regelmäßig nach Webseiten, die dem Google-Index hinzugefügt werden sollen. 

Dazu werden die Inhalte, Bilder und Videodateien auf der Seite analysiert. Diese Informationen werden anschließend im Google-Index – eine riesige Datenbank – gespeichert. (Quelle)

Die überwiegende Mehrzahl der in unseren Ergebnissen aufgeführten Webseiten wird automatisch erkannt und von Google hinzugefügt. Dabei leistet Google ganze Arbeit: Täglich werden Milliarden Seiten von Google gecrawlt.

Die gefundenen Seitenadressen, auch Seiten-URLs genannt, werden dann in einer Liste gespeichert. Google ruft in der Folge die beim Crawlen gefundenen Seiten auf und versucht herauszufinden, worum es auf den einzelnen Seiten geht. 

Wenn ein Nutzer eine Google Suche durchführt, versucht Google, die Ergebnisse mit der höchsten Qualität zu ermitteln. Was dabei als „beste“ Ergebnisse angesehen wird, hängt von vielen Faktoren ab, etwa vom Standort des Nutzers, von der Sprache, vom verwendeten Gerät (Computer oder Smartphone), von früheren Suchanfragen oder vom Backlinkprofil der Seite.

Logisch: Denn ein Nutzer in Berlin, der nach einem Restaurant sucht, will andere Antworten als ein Nutzer in New York. 

Wichtig: Google akzeptiert keine Zahlungen, um deine Webseite höher einzureihen. Du kannst also keine hohen Rankings kaufen. 

Bestechung ist nicht möglich, doch es gibt einen Ausweg: Google Ads. Das Geschäftsmodell von Google besteht darin, Werbeplätze zu verkaufen. Wenn du also bereit bist, etwas Geld in die Hand zu nehmen, kannst du auf den Werbeplätzen vor den Suchergebnissen angezeigt werden (das meinen dann auch die meisten Agenturen, wenn sie versprechen: “Wir bringen Sie über Nacht auf Position 1 bei Google”). 

Die Werbeplätze haben jedoch eine deutlich geringere Klickrate als die organischen Rankings. In den organischen Ergebnissen aufzutauchen ist deshalb für fast alle Branchen sinnvoll.

Ob du in den organischen Suchergebnissen rankst, bestimmt Google mit Hilfe eines komplizierten Algorithmus. Dieser versucht, die Relevanz einer Suchanfrage anhand von Hunderten Faktoren zu bestimmen, die ständig verfeinert werden.

Black Hat SEO vs White Hat SEO

Der Algorithmus ist im Moment noch alles andere als perfekt und kann von Suchmaschinenoptimierern manipuliert werden, sodass auch Webseiten, die für einen Suchbegriff weniger relevant sind, nach oben gepusht werden. In der SEO-Fachsprache nennen wir das Black Hat SEO. 

Das ist jedoch keine nachhaltige Strategie, weil Google – wie schon gesagt – den Algorithmus ständig verbessert und versucht, Lücken zu schließen. Wenn es also dein Ziel ist, mit deiner Seite langfristig Erfolg zu haben, ist es besser, die Dinge auf deiner Webseite anzubieten, die für Google wichtig sind:

  • Benutzerfreundlichkeit
  • Relevanz

Erstelle Content, der für bestimmte Suchanfragen relevant ist, achte darauf, dass sich deine Seite schnell laden lässt und für Mobilgeräte optimiert ist (mobile first). Im Gegensatz zum Black Hat SEO wird diese Vorgehensweise White Hat SEO genannt.

Keywordrecherche: Auswahl der richtigen Keywords für Keywords.

Die Auswahl der richtigen Keywords ist daher einer der wichtigsten Schritte in der Suchmaschinenoptimierung. Du musst wissen, wonach die User suchen, die du mit deiner Webseite erreichen willst und du musst Google dabei unterstützen, zu erkennen, dass deine Webseite relevant für die jeweiligen Suchbegriffe ist.

Das Schwierige ist, dass fast alle attraktiven Suchbegriffe heiß umkämpft sind. Sprich: Viele Webseiten bieten schon optimierten Content für diese Keywords an. Für eine neue oder unbekannte Webseite wird es in diesen Fällen deshalb sehr schwierig werden, ein gutes Ranking einzufahren. 

Bei der Keywordrecherche fokussiert man sich deshalb darauf, nach Keywords zu suchen, die noch wenig umkämpft, aber trotzdem für die jeweilige Zielgruppe relevant sind.

Welche Arten von Keywords gibt es?

Nicht alle Keywords sind gleich. Wir unterscheiden zwischen:

  • Informativen Keywords
  • Transaktionale & Kommerzielle Keywords
  • Navigationale Keywords
  • Nachrichten Keywords
  • Lokale Keywords

Was sind Informative Keywords?

Bei diesen Keywords suchen User nach Informationen. Sie wollen jedoch Werbung sehen. Ein Beispiel wäre ein Beitrag über die “Vorteile einer Daunendecke. Wenn User hierzu auf einen Onlineshop geleitet werden, der bloß die eigenen Produkte lobt, wird die Suchintention nicht befriedigt. Auch als Onlineshop wäre es in diesem Fall besser, einfach nur neutrale Informationen anzubieten.

Was sind Transaktionale & Kommerzielle Keywords?

Beispiele hierfür sind beispielsweise:

  • Daunendecke kaufen 
  • Bitcoin kaufen
  • E-Bikes Onlineshop

Diese Keywords haben in der Regel das geringste Suchvolumen von allen hier genannten Kategorien. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht relevant sind: Denn für diese Keywords ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass die User eine kommerzielle Handlung durchführen. Deshalb schalten viele Unternehmen Google Ads, um in den Suchergebnissen aufzutauchen, sodass der durchschnittliche Klickpreis dieser Keywords am höchsten ist. 

Als Online-Shop auch in den organischen Suchergebnissen aufzutauchen, kann deshalb dabei helfen Werbekosten zu sparen, weil die Werbeanzeigen für diese Keywords sehr teuer sind.

Was sind Navigationale Keywords?

Bei diesen Suchanfragen will der User zu einer bestimmten URL navigieren.

Beispielsweise:

  • Udemy SEO Kurs Keywordrecherche
  • Amazon Daunendecke 

Diese Suchanfragen können auch kommerziell sein, es macht jedoch meist keinen Sinn für sie zu optimieren, weil die User eine bestimmte Seite erreichen wollen.

Was sind Nachrichten Keywords?

Das sind Suchbegriffe zu Themen, die in den letzten 24 Stunden passiert sind und in den Medien besprochen werden:

  • Neue Coronafälle heute
  • USA Wahlkampf
  • etc.

Wer es schafft, für News-Keywords zu ranken, kann innerhalb kurzer Zeit viele Besucher anlocken. Dabei muss man jedoch beachten, dass diese Keywords schnell unrelevant werden. Wer nicht immer die neusten Nachrichten anbietet, wird hier von Google sofort links liegen gelassen. Für die meisten Unternehmen macht es daher keinen Sinn, sich auf diese Suchbegriffe zu konzentrieren.

Was sind Lokale Keywords?

  • Zahnarzt München, 
  • Italienisches Restaurant
  • Coworkingspace in der Nähe

Diese Suchbegriffe beziehen sich auf Dienstleistungen und Unternehmen in der Nähe des Users. Der User wird nicht in eine andere Stadt fliegen, um zum Zahnarzt oder Friseur zu gehen (wobei das vorkommen soll). 

Daher bezieht Google bei diesen Suchen den Standort mit ein. Deshalb ist es theoretisch gar nicht nötig, den Zusatz “Ort” in der Suche einzubeziehen, weil Google meistens schon weiß, wo sich der User gerade befindet. Für Unternehmen ist es hier wichtig, Google klar anzuzeigen, wo sich der Unternehmensstandort befindet, denn nur so kann es den relevanten Usern angezeigt werden.

Keywordoptimierung: Auf welche Keywords solltest du dich konzentrieren?

Das hängt davon ab, aus welcher Branche du kommst:

  • Onlineshop
  • Nachrichtenportal
  • Lokale Dienstleistung

Wenn du lokale Kunden suchst, solltest du auf lokale Suchbegriffe optimieren. Ansonsten zahlt sich der Fokus auf informative Keywords fast immer aus:

Warum? 

Wir stehen hier am Beginn der Customer-Journey. Du kannst den User hier abholen und bis zur Transaktion begleiten (auch wenn dieser Vorgang manchmal mehrere Monate dauert). Außerdem ist es hier möglich, das eigene Branding zu stärken, was spätestens bei der Kaufphase des Users eine große Rolle spielen wird.

Wenn du bloß auf Transaktions-Keywords optimierst, benötigst du hingegen schon von Anfang an eine starke Brand, um die User abzuholen. Sonst klicken sie auf die Brands, denen sie schon vertrauen. So zieht zum Beispiel Amazon in den Suchergebnissen unverhältnismäßig viele User ab, weil User diesem Online-Giganten deutlich mehr vertrauen als anderen Onlineshops, ohne starkem Branding.

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