Was sind Backlinks? Definition + Backlinkaufbau mit Dream 100 Strategie

In diesem Beitrag lernst du: 🧐 Was Backlinks sind, 😫 warum es so schwierig ist Backlinks aufzubauen, ⚠️ welche Methoden du nicht für den Backlinkaufbau anwenden solltest, 💥 inwiefern Branding und Backlinkaufbau miteinander zusammenhängen und wie du die Dream 💯Strategie mit SEO kombinieren kannst.

Inhaltsübersicht:

Was sind eigentlich Backlinks?

Backlinks sind Verlinkungen auf deine Domain von externen Domains. Damit unterscheiden sie sich von internen Links, die Verlinkungen innerhalb einer Domain darstellen. Das Internet lebt davon, dass Webseiten sich untereinander verlinken, denn nur durch diese Linkstruktur wird das World Wide Web wie wir es kennen überhaupt möglich. Für Google sind Backlinks sozusagen ein Maßstab deiner Popularität im Netz:

Verlinken viele externe Webseiten auf deine Webseite ist das ein gutes Zeichen. Das muss man sich wie eine Wahl vorstellen: je mehr Stimmen, desto besser für einen Kandidaten. Anders als in unserer Demokratie werden die Stimmen von Google aber unterschiedlich gewertet. Je nach Qualität der verlinkenden Domain ist ein Backlink mehr oder weniger Wert.

Verfügt eine Domain über exzellenten Content und verlinken viele andere (gute) Domains auf sie, werden ihre ausgehenden Links (Backlinks) höher gewertet. Ist die Qualität des Contents jedoch niedrig, womöglich sogar Spam, und verlinken wenige Seiten auf diese Domain, oder nur schlechte Domains, wird der Backlink deine Rankings auf Google nicht positiv beeinflussen. In extremen Fällen kann eine solche Verlinkung deiner Domain sogar schaden.

Wenn wir wieder die Wahl als Beispiel nehmen, wäre das in etwa so, als ob die Anzahl und Qualität deiner Bekanntschaften das Gewicht deiner Stimme beeinflusst.

Stefan Raab hätte also mehr Stimmgewicht als der Durchschnittsbürger Max Müller.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Stimmgewichtung kontextabhängig ist.

Würde Stefan Raab über Pandemie-Maßnahmen abstimmen, hätte er so zwar noch immer mehr Stimmgewicht als Max Müller, aber deutlich weniger Einfluss als Virologen wie Christian Drosten.

Beim Backlinkaufbau geht es deshalb darum, möglichst viele “Stimmen” von Autoritäten in deiner Nische zu bekommen.

Wie baust du Backlinks auf? (Und warum ist Backlinkaufbau so schwierig?)

Fast alle Webmaster sind sich einig, dass der Backlinkaufbau der schwierigste Teil jeder SEO-Kampagne ist.

Denn Onpage-Optimierungen, also die Verbesserung der Webseite und des Contents, kann man leicht selber machen, doch um einen Backlink zu setzen, benötigt man die Hilfe von externen Webmastern. Und das ist eben oft gar nicht so leicht, vor allem dann nicht, wenn man noch über kein großes Netzwerk verfügt und erst wenige Leute in der eigenen Branche kennt.

Ein wichtiger Teil einer nachhaltigen Backlink-Strategie besteht deshalb darin, ein solches  Netzwerk aufzubauen. Mehr dazu etwas später…

Zieht guter Content nicht automatisch Backlinks an?

Manche Webmaster meinen, dass man bloß guten Content erstellen muss, um neue Backlinks anzuziehen. Nichts könnte jedoch weiter von der Wahrheit entfernt sein:

Einerseits stehen wir vor einem Henne-Ei-Problem, da wir ohne Backlinks wohl kaum Besucher auf unsere Webseite locken können, sofern wir nicht über einen starken Social-Media-Auftritt verfügen. Ohne Besucher bekommen wir wiederum keine Backlinks. Es überrascht nicht, dass die meisten organisch aufgebauten Backlinks auf diejenigen Seiten gesetzt werden, die in den Google-Ergebnissen ohnehin bereits ganz vorne sind.

Hinzu kommt, dass die meisten Webmaster sehr linkfaul sind. Vor allem im deutschen Sprachraum herrscht der Glaube vor, dass externe Links der eigenen Domain schaden können – was jedoch ein Schwachsinn ist.

Wer schon groß ist, hat es also leicht, noch größer zu werden (das Momentum ist da). Wer jedoch klein anfängt, benötigt eine Strategie um zu wachsen, ansonsten steckt die eigene Webseite für alle Ewigkeiten in den hinteren Google-Rankings fest.

Ist Backlinkaufbau nicht schon längstens tot?

Nein, neben Content-Marketing sind Backlinks noch immer die wichtigste Säule jeder SEO-Strategie. Es stimmt jedoch, dass Backlinkaufbau anders funktioniert als noch vor ein paar Jahren.

Vor langer, langer Zeit in einem fernen Internet konnte man Google leicht durch Backlink-Spamming manipulieren. Zugegeben, einige dieser Maßnahmen funktionieren noch immer, doch Google lernt andauernd hinzu und stopft ständig etwaige Schlupflöcher.

Wer also nur auf Maßnahmen setzt, die versuchen, den Algorithmus von Google an der Nase herumzuführen und ihm eine Autorität vorzugaukeln, die die eigene Domain in Wirklichkeit nicht hat, wird früher oder später sein blaues Wunder erleben.

Eine beliebte Methode des Backlinkaufbaus, ist das Kaufen von “Expired Domains” (das sind stillgelegte Domains). Auf diese verweisen immer noch viele alte Backlinks, wodurch sie eine gewisse Autorität in den Augen von Google darstellen (sofern der alte Content erhalten  geblieben ist).  Expired Domains sind oft relativ günstig erhältlich: daher werden sie teilweise von Suchmaschinenoptimierern massenhaft aufgekauft und auf die diversen Projekte hin ausgerichtet.

Auch floriert der Backlinkhandel (vor allem in privaten Facebookgruppen). Webseiten mit einem guten Backlinkprofil können sich ein nettes Zubrot verdienen, indem sie Links aus ihrem Content verkaufen. Du könntest dir also um mehrere hundert (manchmal auch tausend) Euro Backlinks von “Autoritätsseiten” kaufen. Fast alle Nachrichtenportale machen bei diesem Geschäft mit, aber auch viele Blogs folgen dem Ruf des schnellen Gelds und verkaufen sich an den Meistbietenden (ich selbst war in der Vergangenheit ebenfalls in diesem Geschäft tätig).

Es ist klar, dass diese Strategien früher oder später auffliegen werden, egal wie gut man das Kaufen der Backlinks verbirgt. Ein weiteres Problem ist, dass diese Strategien nur einen linearen Backlinkaufbau ermöglichen, als intelligente Marketer wollen wir jedoch exponentielles Wachstum erreichen.

Falls dir nicht ganz klar ist, warum dieses Wachstum angestrebt werden soll, hier ist eine Grafik zur Veranschaulichung der Unterschiede zwischen linearen und exponentiellen Wachstumsprozessen:

Exponentielles Wachstum lässt sich bewerkstelligen, indem du dein Netzwerk ausbaust. Das ist das Metcalfesches Gesetz: der Nutzen eines Netzwerks steigt proportional zur Anzahl der möglichen Verbindungen zwischen den Teilnehmern.

Solange du deine Backlinks nur kaufst (entweder von Expired Domains oder bestehenden Domains) ist nur lineares Wachstum möglich. Denn dein Mitteleinsatz bleibt immer konstant: Die gekauften Backlinks werden nicht billiger, je mehr du von ihnen kaufst (abgesehen vielleicht von geringen Mengenrabatten).

Durch den Aufbau deines Netzwerkes wirst du jedoch immer leichter zu neuen Backlink-Möglichkeiten kommen. Backlinkaufbau sollte so gesehen ein Teil deiner Branding-Strategie werden.

“Backlinkaufbau ist die Durchführung von Branding mit SEO-Ausrichtung”

Moderner Backlinkaufbau ist weniger technischer Natur, sondern ähnelt vielmehr klassischen Branding-Kampagnen. Mit dem Unterschied, dass gezielt Autoritäten der jeweiligen Nischen gesucht werden, die über eine starke Webseite verfügen.

Jeder Backlink, den du so setzt, sollte nicht nur als Signal für Google dienen, sondern auch die folgenden Ziele verfolgen:

  • Deine Bekanntheit in der Nische steigern
  • Dein Branding stärken
  • Deine Beziehung zu anderen Webmastern vertiefen
  • Referral Traffic (Besucher von anderen Webseiten) erhöhen
  • Dein Netzwerk weiter vergrößern

Ich kenne beispielsweise einen Blogger, der überhaupt keine Ahnung von SEO hatte. Sein Ziel lautete bloß, sich eine große E-Mail-Liste aufzubauen. Um das zu erreichen, kontaktierte er etablierte Blogger in seiner Nische und bat sie um die Veröffentlichung eines Gastartikels.

Sein Content war exzellent, deshalb konnte er auf einigen Blogs innerhalb weniger Monate Gastartikel veröffentlichen. Diese hatten am Ende der Artikel einen Call-to-Action zu einem Goodie, das freigeschaltet wurde, sobald sich die Leser auf seiner E-Mail-Liste anmeldeten.

So konnte er in kurzer Zeit mehr als 4.000 Kontakte für seinen Newsletter sammeln. Nach einigen Monaten merkte er, dass plötzlich auch Personen über die Google-Suchergebnisse auf seinen Blog kamen, denn die Gastartikel hatten die Autorität seiner Webseite gestärkt, und einige seiner eigenen Blogbeiträge fingen an zu ranken, obwohl er SEO gar nicht auf dem Radar hatte.

Je nachdem was für eine Art von Marketing wir machen – SEO, Social-Media, Branding, Newsletter und so fort – neigen wir dazu, betriebsblind zu werden. Wir denken nur noch in den Kategorien unseres Gebiets und sehen nicht, wie viel mehr wir erreichen könnten, wenn wir die verschiedenen Bereiche miteinander verknüpfen würden.

 Es ist durchaus gut, Spezialist in einem Bereich zu sein, aber um wirklich großen Erfolg zu haben, ist es ratsam, regelmäßig über den Tellerrand hinauszusehen und sich notfalls mit Spezialisten aus anderen Bereichen zusammenzutun.

Deshalb versuche ich, Suchmaschinenoptimierung unter dem Aspekt des Brandings zu sehen. Alle Sachen, die das Branding stärken, haben auch eine positive Auswirkung auf den SEO-Bereich.

Barnacle SEO

Ein weiterer Punkt, auf den oft vergessen wird, und welcher mit dieser Branding-Strategie möglich ist, ist das sogenannte Barnacle (Kletten) SEO.

Hier hängst du dich wie eine Klette an stärkere Domains an und nützt deren Autorität aus, um schnell hohe Rankings zu erlangen. Denn ob potenzielle Klienten dich auf deiner eigenen oder auf einer externen Domain finden, spielt in Wirklichkeit keine Rolle.

Fakt ist, dass du am Anfang mit einer eigenen neuen Domain sehr lange brauchst, um gute Rankings einzufahren. Wenn du jedoch die Möglichkeit hast, auf einer etablierten Domain einen Gastartikel zu schreiben, könntest du die Autorität dieser Domain nützen, um mit ihr in den Google Suchergebnissen schnell nach vorne zu kommen.

So kannst du relativ schnell gute Rankings auf externen Domains erreichen. Gleichzeitig steigerst du aber auch die Autorität deiner eigenen Domain durch die im Zuge dessen aufgebauten Backlinks.

Die Dream 100 Strategie

Die Dream 100 Strategie ist das Sahnehäubchen deiner Branding-Strategie. Es geht darum, die größten Influencer aus deiner Nische zu finden und sich mit ihnen zu verbinden. Das müssen nicht immer 100 sein: In manchen Nischen gibt es vielleicht nur 25 wirklich große Personen, in anderen wiederum mehrere tausende (wobei es am Anfang Sinn ergibt, sich auf nicht mehr als maximal hundert zu konzentrieren).

Schreib dir am Anfang einfach alle Leute auf, die etwas in deiner Nische zu sagen haben, über Medienpower im Internet verfügen und von denen du gerne eine Empfehlung bekommen würdest.

Im nächsten Schritt musst du nun versuchen, ihre Aufmerksamkeit zu erlangen:

Kommentiere ihre Social-Media-Beiträge (mit wertvollen Kommentaren) und abonniere ihren Newsletter.

Sei die Person, die wirklich wertvolle Antworten auf Newsletter-Mails verfasst. Das machen erfahrungsgemäß nur sehr wenige Newsletter-Abonnenten. Wenn du diejenige Person bist, die zu jedem Newsletter-Mail einen Value beitragen kann, bist du schnell am Radar von deinen Dream 100. So konnte ich in der Vergangenheit sogar Kontakt zu einem New York Times Bestseller-Autoren herstellen.

Sobald du etwas Bekanntheit hast, erstelle Roundup-Posts und frage deine Dream 100 nach kurzen Meinungs-Snippets zu bestimmten, nischenbezogenen Themen. Ein gutes Beispiel für einen Roundup Post wäre beispielsweise dieser Beitrag: 25 SEO Experts Share The SEO Misconceptions They Had When Started 

Leider ist es nur selten möglich, auf den Blogs der größten Autoritäten einen Gastartikel zu veröffentlichen (falls du jedoch die Chance dazu hast, ergreife sie unbedingt!). Es gibt aber auch noch andere Wege, um von ihnen einen Backlink zu bekommen.

Versuche beispielsweise Linkable Assets zu erstellen: Dabei handelt es sich um Content, der besonders gerne von anderen Webmastern verlinkt wird, weil er einzigartig ist und einen wirklichen Mehrwert bietet.

Das können Infografiken sein, eigene Studien, Zusammenfassungen von anderen Studien oder Blogbeiträge, die ein Thema in der gesamten Tiefe betrachten. Teile diese Assets mit deinen Dream 100, sobald du die Beziehung mit ihnen vertieft hast. Es ist durchaus möglich, dass sie diese Assets mit ihrem Publikum teilen und vielleicht sogar darauf verlinken.

Geheimtipp: Podcasts

Nur wenige SEO-Marketer haben Podcasts am Radar, dabei eignen sich diese perfekt für den Backlinkaufbau, da sich in den letzten Jahren das Experteninterview als beliebteste Podcast-Form herauskristallisiert hat.

Podcast-Betreiber sind deshalb immer auf der Suche nach neuen Gästen aus ihrer Nische, die etwas Interessantes zu sagen haben. Wenn du mit demjenigen Segment deiner Dream 100, das einen Podcast betreibt, eine Beziehung angebahnt hast und es dich als Experten wahrnimmt, solltest du unbedingt versuchen, Gast in den jeweiligen Podcasts zu werden.

Im Rahmen des Podcasts kannst du auf ein Linkable Asset deiner Webseite verweisen. Solche Verweise befinden sich fast immer in der Podcast-Beschreibung..

Do-follow- vs. No-follow

Google führte im Jahr 2005 die Attribute No-follow und Do-follow ein, um Webmastern die Kontrolle darüber zu geben, ob ein Link “Linkjuice” weitergibt oder nicht. Das Tag sieht folgendermaßen aus:

<a href=“http://www.website.de/“ rel=“nofollow“>Weiterführende Informationen</a>

Damals war es ein großes Problem, dass Marketer sich mit Kommentaren auf Blogs oder in Gästebüchern Backlinks von starken Seiten erschleichen konnten. Durch das Hinzufügen des No-follow-Attributs konnten Webmaster nun an Google signalisieren, dass besagte Links von Google nicht gewertet werden sollen.

Bis vor wenigen Jahren galt, dass Backlinks unbedingt Do-follow sein müssen, um eine Wirkung auf das Ranking haben zu können. Heutzutage ist die Sache nicht mehr so eindeutig: Für ein gutes Ranking auf Google sind inzwischen auch die sogenannten Brand-Signals wichtig. Die Erwähnung des Markennamen auf einer Autoritätsseite kann deshalb durchaus das Ranking positiv beeinflussen.

Eine Bestätigung für diese These liefert Wikipedia: Alle Links von Wikipedia sind No-follow, dennoch würden die meisten SEOs bejahen, dass ein Link von der Online-Enzyklopädie starke Ranking-Verbesserungen mit sich bringt, eben weil eine Erwähnung auf Wikipedia ein starker Boost für die eigene Marke ist.

Fazit – Backlinkaufbau in den 2020er Jahren

Backlinkaufbau muss in den 2020er Jahren unbedingt mit deiner Branding-Strategie kombiniert werden. Der Ausbau deines Brandings und deiner Markenbekanntheit führen fast immer zur Stärkung  deines Backlinkprofils. Strecke dafür deine Fühler nach den größten Autoritäten in deiner Nische aus (Dream 100) und versuche, einen persönlichen Kontakt mit ihnen herzustellen. Die Empfehlung einer einzigen echten Autorität ist immer um ein Vielfaches nützlicher als das Kaufen von Backlinks oder Expired Domains. Versuche nicht Autorität zu faken, sondern eine echte Autorität in deiner Nische zu werden. Alle anderen Wege sind schlicht und einfach nicht nachhaltig.

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